Coaching-Profession in virtuellen Zwischenwelten
摘要
Als Expert:innen für mentale Veränderung und Transformation sind Coach:innen besonders gefordert, sich professionell zwischen analogen und digitalen Welten zu bewegen – wie verändert die digitale Kommunikation ihre Arbeit und ihre eigene Persönlichkeit? Wie gehen sie um mit dem Wissen, dass im digitalen Raum die Aufmerksamkeit schneller nachlässt als im analogen Kontext und die Zeiträume für Veränderung zugleich kürzer werden? Der Blick auf die Person prägte die Entstehung von Coaching, mittlerweile wird er als systemische Perspektive auch auf die Organisation ausgeweitet – wie wirkt sich zukünftig die Digitalisierung auf Coaching aus? Die disruptiven gesellschaftlichen Veränderungen verlangen eine weitergehende Öffnung des Coaching-Prozesses. Die Konzepte von Generationen und Milieus bieten erste Antworten und ein Verständnis für Denkmuster und Einstellungen von Coachees. Coach:innen sollten auch ihre eigene Milieuzugehörigkeit reflektieren und zudem erforschen, welche kontextgebundenen Einstellungen sie selbst und ihre Coachees mitbringen. Die eigenen Milieuerfahrungen erleichtern den Zugang zu Coachees aus einem vergleichbaren Milieu, können aber blinde Flecken auslösen und zugleich die Arbeit mit Coachees aus anderen Milieus erschweren – welche Fragen wirft dies insbesondere für Business Coaching auf? Digitalisierung verändert Zugehörigkeit und die Bindung zu Gruppen und Organisationen.