Ansätze im Risikomanagement des Einkaufs – Möglichkeiten und Grenzen
摘要
Der klassische ursachenorientierte Ansatz im Risikomanagement des Einkaufs hat sich angesichts der vielfältigen unerwarteten Risiken der letzten Jahre als unzureichend erwiesen. In diesem Ansatz wird versucht, Ereignisse und Entwicklungen zu identifizieren, die die Einkaufsperformance bedrohen. Es wird geprüft, ob Präventionsmaßnahmen ergriffen werden sollten. Im Beitrag werden zwei weitere Vorgehensweisen zur Steuerung von Einkaufsrisiken vorgestellt: Der wirkungsorientierte Ansatz, in dem nicht die Bedrohungen identifiziert werden, sondern kritische Objekte (bspw. Materialien oder Lieferanten), deren Schädigung katastrophale Wirkungen für das Unternehmen nach sich ziehen kann. Im dritten Ansatz zur Stärkung der Krisenfestigkeit des Einkaufs werden Schwachstellen im Einkaufsmanagement identifiziert, die dazu führen, dass bei der Realisierung von Risiken nicht effektiv und effizient reagiert werden kann. Die drei Ansätze sind kompatibel und zielen gemeinsam darauf ab, die Resilienz im Einkauf zu stärken. Die Ansätze werden vorgestellt und mit Beispielen aus dem Einkauf illustriert. Es werden die Grenzen der Ansätze aufgezeigt.