Zur folgenden theoretischen Einordnung werden die Annahmen des Politikwissenschaftlers Phillip Manows genauer ausgeführt. „Auch wenn Defizite des Repräsentativsystems schon vielfach Gegenstand sozialwissenschaftlicher Untersuchungen waren (vgl. Merkel 2015, Schäfer 2015), so rückt Manow dieses Thema in einen originellen und sehr instruktiven Zusammenhang“ (Mirbach 2020). Er postuliert, dass der gegenwärtige Aufstieg des Populismus auf das Zusammenwirken zweier miteinander verknüpfter Entwicklungen zurückzuführen ist. Einerseits führt die sogenannte ‚Demokratisierung‘ der Demokratie zu einer Krise der repräsentativen Verfahren, da politische Partizipationsmöglichkeiten ausgeweitet werden (vgl. Manow 2020: 13). Andererseits treibt die ‚Entdemokratisierung‘ der Demokratie zu einer Verschiebung der Machtzuständigkeiten.

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Theoretische Einordnung

  • Sophie Schlingmann

摘要

Zur folgenden theoretischen Einordnung werden die Annahmen des Politikwissenschaftlers Phillip Manows genauer ausgeführt. „Auch wenn Defizite des Repräsentativsystems schon vielfach Gegenstand sozialwissenschaftlicher Untersuchungen waren (vgl. Merkel 2015, Schäfer 2015), so rückt Manow dieses Thema in einen originellen und sehr instruktiven Zusammenhang“ (Mirbach 2020). Er postuliert, dass der gegenwärtige Aufstieg des Populismus auf das Zusammenwirken zweier miteinander verknüpfter Entwicklungen zurückzuführen ist. Einerseits führt die sogenannte ‚Demokratisierung‘ der Demokratie zu einer Krise der repräsentativen Verfahren, da politische Partizipationsmöglichkeiten ausgeweitet werden (vgl. Manow 2020: 13). Andererseits treibt die ‚Entdemokratisierung‘ der Demokratie zu einer Verschiebung der Machtzuständigkeiten.