Eine sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Zukünften sollte Teil einer Kommunikations- und Medienforschung der Emergenz sein. Hierunter ist eine Kommunikations- und Medienforschung zu verstehen, deren Fokus nicht auf den Folgen bzw. Konsequenzen einmal etablierter Medien und deren Infrastrukturen liegt, sondern die den Blick auf das Entstehen derselben und die damit verbundenen Imaginationen von Zukunft lenkt. Um dies greifbar zu machen, argumentiert dieses Kapitel in folgenden Schritten: Zuerst wird verdeutlicht, dass ein Einbezug von Zukunft in die Kommunikations- und Medienforschung erstens bedeutet, sich intensiver mit sozialen Figurationen zu befassen, in denen digitale Zukünfte hervorgebracht werden. Zweitens geht ebenso darum, die imaginierten Figurationen menschlichen Zusammenlebens in der je vorgestellten digitalen Zukunft in die Forschung einzubeziehen. Es ist ein solcher doppelter Blickwinkel, der die Grundlagen für eine Kommunikations- und Medienforschung der Emergenz bietet.

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Wie digitale Zukünfte entstehen und sie erforscht werden können

  • Andreas Hepp

摘要

Eine sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Zukünften sollte Teil einer Kommunikations- und Medienforschung der Emergenz sein. Hierunter ist eine Kommunikations- und Medienforschung zu verstehen, deren Fokus nicht auf den Folgen bzw. Konsequenzen einmal etablierter Medien und deren Infrastrukturen liegt, sondern die den Blick auf das Entstehen derselben und die damit verbundenen Imaginationen von Zukunft lenkt. Um dies greifbar zu machen, argumentiert dieses Kapitel in folgenden Schritten: Zuerst wird verdeutlicht, dass ein Einbezug von Zukunft in die Kommunikations- und Medienforschung erstens bedeutet, sich intensiver mit sozialen Figurationen zu befassen, in denen digitale Zukünfte hervorgebracht werden. Zweitens geht ebenso darum, die imaginierten Figurationen menschlichen Zusammenlebens in der je vorgestellten digitalen Zukunft in die Forschung einzubeziehen. Es ist ein solcher doppelter Blickwinkel, der die Grundlagen für eine Kommunikations- und Medienforschung der Emergenz bietet.