Zwischen Faszination und Ernüchterung – Verhandlungen über KI-bezogene Kompetenzen und digitale Souveränität
摘要
Wie gehen Menschen mit den gegenwärtigen Kompetenzanforderungen um? Inwieweit erwerben sie bei der Aneignung kommunikativer KI spezielle Kompetenzen? Anhand einer qualitativen Studie mit Menschen mit Migrationsgeschichte wird gezeigt, inwieweit diese subjektive Alltagstheorien über KI entwickeln, sich KI-bezogene Kompetenzen bereits angeeignet haben oder/und wünschen. Beschrieben wird der Umgang mit KI-Technologien und daraus resultierend die kritisch-reflexive sowie affektive Einordnung von KI. Diese Bewertungen gehen einerseits mit Verhandlungen von digitalen Kompetenzen einher und andererseits mit der Reflexion vorhandener Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Befunde der Studie deuten darauf hin, dass Menschen KI-Anwendungen eher als Gegenwarts- und nicht als Zukunftstechnologie wahrnehmen, die ihren Alltag mal mehr, mal weniger bestimmt und anwendungsbezogen unterschiedlich herausfordert. Die Umgangsstrategien reichen von digitaler Resignation und Pragmatismus bis hin zu Zufriedenheit und kreativer Nutzung.