Was kann eine intersektionale geschlechtssensible Regulationstheorie, ein Fokus auf soziale Reproduktion und Sorge, über die derzeitige Entwicklung kapitalistischer Vergesellschaftung aussagen? Sicher kann mein Text diese Frage nicht umfassend beantworten, doch er will aufzeigen, was eine reformulierte Regulationstheorie zu einem intersektionalen geschlechtertheoretischen Verständnis aktueller Entwicklungen – der Vertiefung von Herrschaft und Ungleichheiten – beitragen kann. Meine Perspektive auf den kapitalistischen Sorge-Widerspruch soll zum einen auf Kontinuitäten der kapitalistischen Regulation hinweisen, will zum anderen aber auch Verschärfungen bzw. Zuspitzungen des neoliberalen Autoritarismus betonen. Bei meinen folgenden Ausführungen geht es mir in der Tradition kritisch-feministischer Analyse darum zu zeigen, dass intersektionale Geschlechterverhältnisse nicht nur als eine Funktion der Akkumulations- und Regulationsweise, sondern als zentrale Bestimmungsmomente von Akkumulation und Regulation zu sehen sind. Ich werde daher im ersten Schritt die Regulationstheorie intersektional geschlechtertheoretisch erweitern, dann die Analysefähigkeit eines solchen Ansatzes anhand von Beispielen aus Deutschland und Österreich kursorisch demonstrieren und abschließend mit einem Ausblick resümieren.

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Das Geschlechterverhältnis und die Regulation kapitalistischer Akkumulation: theoretische Überlegungen zur nachhaltigen Reproduktion von intersektionalen Ungleichheiten

  • Birgit Sauer

摘要

Was kann eine intersektionale geschlechtssensible Regulationstheorie, ein Fokus auf soziale Reproduktion und Sorge, über die derzeitige Entwicklung kapitalistischer Vergesellschaftung aussagen? Sicher kann mein Text diese Frage nicht umfassend beantworten, doch er will aufzeigen, was eine reformulierte Regulationstheorie zu einem intersektionalen geschlechtertheoretischen Verständnis aktueller Entwicklungen – der Vertiefung von Herrschaft und Ungleichheiten – beitragen kann. Meine Perspektive auf den kapitalistischen Sorge-Widerspruch soll zum einen auf Kontinuitäten der kapitalistischen Regulation hinweisen, will zum anderen aber auch Verschärfungen bzw. Zuspitzungen des neoliberalen Autoritarismus betonen. Bei meinen folgenden Ausführungen geht es mir in der Tradition kritisch-feministischer Analyse darum zu zeigen, dass intersektionale Geschlechterverhältnisse nicht nur als eine Funktion der Akkumulations- und Regulationsweise, sondern als zentrale Bestimmungsmomente von Akkumulation und Regulation zu sehen sind. Ich werde daher im ersten Schritt die Regulationstheorie intersektional geschlechtertheoretisch erweitern, dann die Analysefähigkeit eines solchen Ansatzes anhand von Beispielen aus Deutschland und Österreich kursorisch demonstrieren und abschließend mit einem Ausblick resümieren.