Federalist Papers: Institutionelle Zügelung der Demokratie
摘要
Die nächste Station auf dem Weg von den älteren zu den modernen Demokratietheorien ist das Nordamerika von 1787 und 1788. In dieser Zeit entstanden die Federalist Papers – die „Föderalisten-Essays“ (Höffe 2016, S. 286). So heißt die Sammlung von Zeitungsartikeln, deren Verfasser für den Entwurf einer Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika warben (Hamilton et al. 1961). Die Bedeutung dieser Sammlung reicht weit über tagespolitische Einlassungen hinaus. Mittlerweile gelten die Federalist Papers als eines der herausragenden Dokumente der amerikanischen Politik und der Politischen Theorie. Geschrieben wurden die Federalist Papers von Alexander Hamilton (1755–1804), James Madison (1750–1836), dem vierten Präsidenten der USA (1809–1817), und John Jay (1745–1829), allesamt junge, politisch schon recht erfahrene Männer aus der Oberschicht. Zwei von ihnen – Hamilton und Madison – waren Mitglieder der Philadelphia Convention, die den neuen Verfassungsentwurf für die seit 1781 in der Konföderation der amerikanischen Staaten vereinigten 13 vormals britischen Kolonien vorlegte.