„Government by the people“ buchstabieren die modernen Demokratien nicht als „Regierung durch das Volk“, sondern als „Regierung durch gewählte Vertreter des Volkes“. Die Repräsentativdemokratie, die „Wahldemokratie“, gibt in ihnen Ton und Takt an, nicht die unmittelbare Volksherrschaft, die „Abstimmungsdemokratie“ (Kielmansegg 2013, S. 116–117). Das schließt den Einbau direktdemokratischer Institutionen in die Repräsentativverfassung nicht aus. Offen ist aber, ob sie zum Zuge kommen und – wenn ja – in welcher Form und in welchem Umfang. Auch in dieser Hinsicht unterscheiden sich die Demokratien der Gegenwart. Die Bandbreite reicht von der Schweizer „halbdirekten Konkordanzdemokratie“ (Vatter 2024) bis zu Ländern mit reiner Repräsentativverfassung auf nationaler Ebene wie Indien.

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Direktdemokratie

  • Manfred G. Schmidt

摘要

„Government by the people“ buchstabieren die modernen Demokratien nicht als „Regierung durch das Volk“, sondern als „Regierung durch gewählte Vertreter des Volkes“. Die Repräsentativdemokratie, die „Wahldemokratie“, gibt in ihnen Ton und Takt an, nicht die unmittelbare Volksherrschaft, die „Abstimmungsdemokratie“ (Kielmansegg 2013, S. 116–117). Das schließt den Einbau direktdemokratischer Institutionen in die Repräsentativverfassung nicht aus. Offen ist aber, ob sie zum Zuge kommen und – wenn ja – in welcher Form und in welchem Umfang. Auch in dieser Hinsicht unterscheiden sich die Demokratien der Gegenwart. Die Bandbreite reicht von der Schweizer „halbdirekten Konkordanzdemokratie“ (Vatter 2024) bis zu Ländern mit reiner Repräsentativverfassung auf nationaler Ebene wie Indien.