Der Vergleichenden Politikwissenschaft zufolge können Demokratien mit Verhältniswahl und einer tief gespaltenen Gesellschaft mindestens ebenso stabil, handlungsfähig und offen für Machtwechsel sein wie die angloamerikanischen Konkurrenzdemokratien. Den Nachweis dafür führten, wie im vorangehenden Kapitel dargelegt, vor allem Gerhard Lehmbruch und Arend Lijphart. „Proporz“-, „Konkordanz“- und „Verhandlungsdemokratie“ heißen die Begriffe bei Lehmbruch (1967, 1996, 2003a, 2012), „consociational democracy“, „consensus democracy“, „negotiation democracy“ und als gemeinsamer Nenner „power sharing democracy“ sind die Schlüssel bei Lijphart (1977, 2008, 2012).

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Mehrheits- und Konsensdemokratie

  • Manfred G. Schmidt

摘要

Der Vergleichenden Politikwissenschaft zufolge können Demokratien mit Verhältniswahl und einer tief gespaltenen Gesellschaft mindestens ebenso stabil, handlungsfähig und offen für Machtwechsel sein wie die angloamerikanischen Konkurrenzdemokratien. Den Nachweis dafür führten, wie im vorangehenden Kapitel dargelegt, vor allem Gerhard Lehmbruch und Arend Lijphart. „Proporz“-, „Konkordanz“- und „Verhandlungsdemokratie“ heißen die Begriffe bei Lehmbruch (1967, 1996, 2003a, 2012), „consociational democracy“, „consensus democracy“, „negotiation democracy“ und als gemeinsamer Nenner „power sharing democracy“ sind die Schlüssel bei Lijphart (1977, 2008, 2012).