Ökonomische Theorie der Demokratie
摘要
Max Weber und Joseph Schumpeter haben der Demokratietheorie den Markt hinzugefügt. Der Markt und der in ihm waltende Wettbewerb wirken beiden Theoretikern zufolge in der Politik segensreich. Allerdings funktionieren Markt und Konkurrenz in der Demokratie keineswegs immer so wie erhofft. Vor allem die moderne Ökonomische Theorie der Politik weist nach, wie instabil das Verhältnis von Demokratie und Markt ist (Riker 1982). Das soll bei der Vorstellung der kritischen Theorien der Demokratie im vorliegenden Buch erörtert werden. Auf dem Weg dahin ist allerdings eine Zwischenstation anzuraten. Vor allem Anthony Downs’ An Economic Theory of Democracy (1957a) kommt hierfür in Frage, ein weiterer Klassiker der Politischen Theorie (Kaiser 2007) und ein bahnbrechendes Werk der „Rational Choice“-Schule, der Theorie der rationalen Wahl (Behnke 2016). Webers und Schumpeters Theorie weiterführend, entwickelt Downs die These, dass die Bewerber für politische Führungspositionen nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn ihr Politikangebot der Nachfrage der Wähler – genauer: der Verteilung ihrer Präferenzen – entspricht und zugleich das Angebot der Konkurrenz übertrifft (Downs 1957b, 1993).