Arbeitsvermögen und Subjektivierung
摘要
Entgegen zahlreicher Hoffnungen, die mit einer „Informationsgesellschaft“ (Schmiede 1996, 2017) bzw. der in sie eingelassenen Hoffnungen eines Informiertseins der Arbeitenden, der frei zugänglichen Informationen als Grundlage für mehr soziale Gleichheit (vgl. Schmiede 2017) soll hier unter macht-, kontroll- und entscheidungstheoretischer Perspektive die eher gegenteilige Konnotation betont werden: Arbeit entfernt sich im Zuge des Informatisierungsprozesses in ihrem Arbeitshandeln und ihrer unmittelbaren Wahrnehmung zunehmend von der stofflich-energetischen Ebene der Produktionsprozesse: Ein verstärkt Handlungen formender Kontroll- und Steuerungsmodus in Bezug auf die arbeitenden Subjekte wird sichtbar – das Arbeitshandeln der Subjekte scheint in der Informationsgesellschaft zum Bestandteil eines formalisierten und in seinen Zielen auf die Verwertungsinteressen gerichteten Informationsprozesses zu werden.