Die Teile 1 und 2 dieses Einführungsbuches sind mit dem Titel „Macht, Kontrolle und Entscheidungen in Organisationen“ überschrieben. Die Verknüpfung dieser drei organisationalen Binnenbereiche erklärt sich wie folgt: In ökonomischen und durch strukturell-herrschaftliche Asymmetrie gekennzeichneten Organisationen der Moderne sind die arbeitenden Subjekte als kapitalistische Nutzungsform lebendiger Arbeit innerhalb einer jeden Arbeitsorganisation stets den drei genannten Phänomenen ausgesetzt (was strukturell-herrschaftlich heißt, so ist dazu vom Verfasser eine Klärung im Verlauf der beiden Buchteile angestrebt). Die Eingrenzung, ökonomische Organisationen in den Blick zu nehmen, ist nicht nur eine pragmatische Entscheidung: Einen Großteil der organisationsbezogenen Beziehungen, die das moderne Subjekt heute unterhält, sind Beziehungen zu (oder in) ökonomischen Organisationen – als Arbeiter:in, als Angestellte(r), als Käufer:in, als Dienstleister:in oder einfach ‚nur‘ als Anbieter:in ihrer/seiner Arbeitskraft. Doch welche Auswirkungen ergeben sich für die arbeitenden Subjekte aus der Kopräsenz organisationaler Macht-, Kontroll- und Entscheidungsmodi? Lassen sich so etwas wie Subjektstrukturen – die immer auch Organisationsstrukturen repräsentieren und umgekehrt – ausmachen? Wie entsteht z. B. so etwas wie Macht überhaupt? Gibt es überhaupt die Macht? Und was können uns Organisationstheorien über nötige Differenzierungen lehren? Gibt es neben gängigen mikropolitischen Ordnungsrastern vielleicht noch weitere Formen, die höchst unterschiedlichen Ansätze und Theoriestränge, die sich mit Macht, Kontrolle und Entscheidungen in Organisationen befassen, eben aufgrund ihrer höchst unterschiedlichen analytischen Gegenstandsbereiche angemessen schematisch zu ordnen? Lässt sich dafür ein Analyserahmen finden? Dieses sind Leitfragen für beide Teile dieses Buches. Der Untertitel „Eine Einführung in organisationale Mikro-, Meso- und Makropolitik“ weist auf eine erste Annäherung hin, wie ein Ordnungsrahmen gefunden und beschrieben werden könnte.

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  • Thomas Matys

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Die Teile 1 und 2 dieses Einführungsbuches sind mit dem Titel „Macht, Kontrolle und Entscheidungen in Organisationen“ überschrieben. Die Verknüpfung dieser drei organisationalen Binnenbereiche erklärt sich wie folgt: In ökonomischen und durch strukturell-herrschaftliche Asymmetrie gekennzeichneten Organisationen der Moderne sind die arbeitenden Subjekte als kapitalistische Nutzungsform lebendiger Arbeit innerhalb einer jeden Arbeitsorganisation stets den drei genannten Phänomenen ausgesetzt (was strukturell-herrschaftlich heißt, so ist dazu vom Verfasser eine Klärung im Verlauf der beiden Buchteile angestrebt). Die Eingrenzung, ökonomische Organisationen in den Blick zu nehmen, ist nicht nur eine pragmatische Entscheidung: Einen Großteil der organisationsbezogenen Beziehungen, die das moderne Subjekt heute unterhält, sind Beziehungen zu (oder in) ökonomischen Organisationen – als Arbeiter:in, als Angestellte(r), als Käufer:in, als Dienstleister:in oder einfach ‚nur‘ als Anbieter:in ihrer/seiner Arbeitskraft. Doch welche Auswirkungen ergeben sich für die arbeitenden Subjekte aus der Kopräsenz organisationaler Macht-, Kontroll- und Entscheidungsmodi? Lassen sich so etwas wie Subjektstrukturen – die immer auch Organisationsstrukturen repräsentieren und umgekehrt – ausmachen? Wie entsteht z. B. so etwas wie Macht überhaupt? Gibt es überhaupt die Macht? Und was können uns Organisationstheorien über nötige Differenzierungen lehren? Gibt es neben gängigen mikropolitischen Ordnungsrastern vielleicht noch weitere Formen, die höchst unterschiedlichen Ansätze und Theoriestränge, die sich mit Macht, Kontrolle und Entscheidungen in Organisationen befassen, eben aufgrund ihrer höchst unterschiedlichen analytischen Gegenstandsbereiche angemessen schematisch zu ordnen? Lässt sich dafür ein Analyserahmen finden? Dieses sind Leitfragen für beide Teile dieses Buches. Der Untertitel „Eine Einführung in organisationale Mikro-, Meso- und Makropolitik“ weist auf eine erste Annäherung hin, wie ein Ordnungsrahmen gefunden und beschrieben werden könnte.