Das Stichwort der Resilienz ist aus gegenwärtigen Krisendiskursen nicht mehr wegzudenken und stellt in mehrfacher Hinsicht ein Transformationsnarrativ dar. Das wirft die Frage auf, welche Potenziale und Fallstricke sich hinter diesem Begriff verbergen und wie er bestimmte Transformationsvorstellungen beeinflusst und perspektiviert. Der Beitrag beleuchtet diese Frage in Bezug auf das Verhältnis zwischen Krise und Wissenschaft sowie zwischen Technologie und Partizipation. Dabei wird zum einen ein Mangel an sozialwissenschaftlicher Krisenexpertise angemahnt. Zum anderen wird die Bedeutung von deliberativen Elementen der Krisenbearbeitung hervorgehoben. Beide Diagnosen stehen dem Ruf nach epistemischer Pluralität bei der Entwicklung von Praktiken und Strategien der Transformation im Kontext multipler Krisen entgegen.

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Resilienz als Transformationsnarrativ: Ausprägungen, Herausforderungen und Potenziale

  • Gabriel Bartl

摘要

Das Stichwort der Resilienz ist aus gegenwärtigen Krisendiskursen nicht mehr wegzudenken und stellt in mehrfacher Hinsicht ein Transformationsnarrativ dar. Das wirft die Frage auf, welche Potenziale und Fallstricke sich hinter diesem Begriff verbergen und wie er bestimmte Transformationsvorstellungen beeinflusst und perspektiviert. Der Beitrag beleuchtet diese Frage in Bezug auf das Verhältnis zwischen Krise und Wissenschaft sowie zwischen Technologie und Partizipation. Dabei wird zum einen ein Mangel an sozialwissenschaftlicher Krisenexpertise angemahnt. Zum anderen wird die Bedeutung von deliberativen Elementen der Krisenbearbeitung hervorgehoben. Beide Diagnosen stehen dem Ruf nach epistemischer Pluralität bei der Entwicklung von Praktiken und Strategien der Transformation im Kontext multipler Krisen entgegen.