Wissenschaft und Komplexität
摘要
Eigentlich wäre die Kritik an den beschriebenen Praktiken der Medienintellektuellen Sache einer kritisch konstruktiven Wissenschaft als Repräsentanz der Bildung, um offensichtliche Fehlprognosen und -interpretationen aufzudecken. Zwei Vermutungen, warum das selten geschieht, werden diskutiert. Erstens: mangelndes Interesse oder kräftezehrende Selbstbezüglichkeit auf Grund steiniger Karrierewege und daraus erwachsend eine subkulturelle Distanz zur Alltagswirklichkeit. Zweitens: die Komplexität der wissenschaftlichen Arbeit, die tatsächlich keine Zeit lässt, sich mit derlei Entwicklungen zu beschäftigen. Andererseits kann die Kritik an Wissenschaft generell nicht ignoriert werden, dass ihre Komplexität gelegentlich zu realitätsfernen Theoriegebäuden führt – hier stellvertretend an den Wirtschaftswissenschaften illustriert. Sie pflegen einen „Modellplatonismus“, der wie im Höhlengleichnis Platons die Schatten an der Wand als Wirklichkeit interpretiert. Doch auch und gerade bei den Wirtschaftswissenschaften ist angesichts der Herausforderungen durch die multiplen Transformationen eine stärkere Berücksichtigung der Beiträge nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Disziplinen zu beobachten. So entstehen wichtige neue Forschungsfragen für die Zukunft,von denen einige interessante vorgestellt werden.