In einer Auseinandersetzung mit der philosophischen Debatte um Fähigkeiten wird dafür argumentiert, dass wir sowohl grundlegende emotionale Kompetenzen als auch bestimmte Gefühlskomplexe als Fähigkeiten verstehen sollten. Grundlage der Überlegungen ist Max Schelers Phänomenologie des emotionalen Lebens und besonders seine Analyse des Phänomens der Reue. Der Autor plädiert dafür, Reue im Anschluss an Scheler als Fähigkeit zur moralischen Selbstheilung und -Verbesserung zu verstehen, und zeigt, dass es dafür nicht notwendig ist, Schelers metaphysische Voraussetzungen zu teilen. Die einzige Bedingung für diese Sicht besteht darin, die intersubjektive Dimension des Reuephänomens anzuerkennen.

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Die Fähigkeit zu bereuen. Ein Beitrag zur Debatte um emotionale Fähigkeiten

  • Konstantin Hokamp

摘要

In einer Auseinandersetzung mit der philosophischen Debatte um Fähigkeiten wird dafür argumentiert, dass wir sowohl grundlegende emotionale Kompetenzen als auch bestimmte Gefühlskomplexe als Fähigkeiten verstehen sollten. Grundlage der Überlegungen ist Max Schelers Phänomenologie des emotionalen Lebens und besonders seine Analyse des Phänomens der Reue. Der Autor plädiert dafür, Reue im Anschluss an Scheler als Fähigkeit zur moralischen Selbstheilung und -Verbesserung zu verstehen, und zeigt, dass es dafür nicht notwendig ist, Schelers metaphysische Voraussetzungen zu teilen. Die einzige Bedingung für diese Sicht besteht darin, die intersubjektive Dimension des Reuephänomens anzuerkennen.