Der Text bietet einen Vergleich der Herangehensweisen Husserls und Heideggers hinsichtlich einer Phänomenologie der Gefühle. Bei Husserl liegt der Fokus auf den komplexen Analysen der fühlend-wertenden Weltbezugnahme in den Studien zur Struktur des Bewusstseins (Husserliana, Band 43), bei Heidegger auf der Konzeption von Befindlichkeit und Stimmung in Sein und Zeit und Vorlesungen im Umfeld dieses Werks. Einerseits werden zentrale Unterschiede zwischen Husserl und Heidegger in Bezug auf die Charakterisierung des Psychischen, des Verständnisses von Intentionalität und des Zusammenhangs von kognitiver und affektiver Weltbezugnahme herausgearbeitet. Andererseits werden die Potenziale beider Ansätze für die Weiterentwicklung der Philosophie der Emotionen ausgelotet: Bei Husserl steht dabei das mehrstufige Modell von sinnlichem Gefühl, Wertnahme, Gefühlsreaktion und Nachklang in der Stimmung im Vordergrund, bei Heidegger der ökologische Ansatz einer Ein- und Abgestimmtheit von Lebewesen und Umwelt. Abschließend erfolgt ein vertiefender Blick in die Varianten einer Phänomenologie der Stimmungen, die sich ausgehend von Husserl und Heidegger entwickeln lassen.

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Husserl und Heidegger zur Phänomenologie der Gefühle

  • Gerhard Thonhauser

摘要

Der Text bietet einen Vergleich der Herangehensweisen Husserls und Heideggers hinsichtlich einer Phänomenologie der Gefühle. Bei Husserl liegt der Fokus auf den komplexen Analysen der fühlend-wertenden Weltbezugnahme in den Studien zur Struktur des Bewusstseins (Husserliana, Band 43), bei Heidegger auf der Konzeption von Befindlichkeit und Stimmung in Sein und Zeit und Vorlesungen im Umfeld dieses Werks. Einerseits werden zentrale Unterschiede zwischen Husserl und Heidegger in Bezug auf die Charakterisierung des Psychischen, des Verständnisses von Intentionalität und des Zusammenhangs von kognitiver und affektiver Weltbezugnahme herausgearbeitet. Andererseits werden die Potenziale beider Ansätze für die Weiterentwicklung der Philosophie der Emotionen ausgelotet: Bei Husserl steht dabei das mehrstufige Modell von sinnlichem Gefühl, Wertnahme, Gefühlsreaktion und Nachklang in der Stimmung im Vordergrund, bei Heidegger der ökologische Ansatz einer Ein- und Abgestimmtheit von Lebewesen und Umwelt. Abschließend erfolgt ein vertiefender Blick in die Varianten einer Phänomenologie der Stimmungen, die sich ausgehend von Husserl und Heidegger entwickeln lassen.