Einleitung und Zusammenfassung der Ergebnisse
摘要
Das vorrangige Ziel der größten und einflussreichsten Zentralbanken liegt in der Sicherung von Preisstabilität. Dieses Ziel wird durch die Geldpolitik verfolgt. Geldpolitische Maßnahmen wirken über verschiedene Kanäle, darunter der Kreditkanal. Die Kreditvergabe verläuft in Zyklen der Expansion und Kontraktion, welche jeweils durch Überoptimismus und Überpessimismus der Marktakteure geprägt sind. Während der Expansionsphase steigt die Wahrscheinlichkeit von Finanzkrisen. Gleichzeitig führt jedoch nicht jede Expansionsphase zu einer Finanzkrise. Die globale Finanzkrise von 2007 hat die weitreichenden realwirtschaftlichen Folgen einer Finanzkrise verdeutlich und darüber hinaus gezeigt, dass Preisstabilität allein nicht ausreicht, um Finanzkrisen zu verhindern. Diese Arbeit untersucht die Wirkung einer geldpolitischen Strategie, die das Ziel von stabilen Preisen und einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Produktion verfolgt und dazu Finanzstabilitätsaspekten in der geldpolitischen Strategie berücksichtigt. Weiterhin wird die Verbindung zwischen geldpolitischen Größen und makroprudenzieller Politik, anhand des Realzins, der Kreditvergabe und der gesamtwirtschaftlichen Produktion in verschiedenen Ländern betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Berücksichtigung einer makroprudenziellen Perspektive in geldpolitischen Maßnahmen im Durchschnitt nicht zu einer stabileren Inflation und einer stabileren gesamtwirtschaftlichen Produktion führt.