Die Corona-Pandemie durch die Inklusionsbrille. Ein Entwicklungsprogramm
摘要
Gesundheit und Teilhabe sind eng verwoben, wie Forschung und menschenrechtlich ausgerichtete Programme seit längerer Zeit thematisieren. Ziel ist, die bestmögliche Gesundheit zu erreichen für einzelne und für alle sowie der diskriminierungsfreie Umgang miteinander. Dazu erforderliche Wandlungsprozesse stehen noch weitgehend aus. Sie sind gerahmt von den Wegweisungen der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und umfassenden sozialwissenschaftlichen und politischen Inklusionsforderungen. In der Corona-Pandemie ließen sich konkrete Umsetzungserfahrungen in sozialen Räumen sammeln. Dazu leistet auch die Studie „Wohnen in Gesundheit“ (WoGe) einen Beitrag, indem sie Lage und Möglichkeiten alltagsnah für Personengruppen mit Leistungsansprüchen in der Eingliederungshilfe analysiert und bewertet. Grundsatzfragen der Gesundheitssorge stehen dabei zur Debatte und werden multi-perspektivisch in der Praxis berichtet und kommentiert. In welchem Verhältnis Gesundheitssorge und Teilhabegewinne stehen, ist eine wesentliche Prüfgröße. Unter Corona-Bedingungen kam Vieles zum Stillstand, insbesondere auch die Unterstützung zur Selbstbestimmten Lebensführung von Personengruppen, die trotz Heterogenität zuvor generell als vulnerabel eingestuft wurden. Gewinne aus der Pandemie werden bei einer neuen Aufmerksamkeit für Gesundheit unter allen Lebensumständen erhofft (Health in All Policies) und sind auch im Umgang mit digitalen Medien zu verzeichnen. Menschen mit Behinderung können von einer wissenschaftlich angestoßenen Debatte der praxisnahen Kenntnisse profitieren.