Die Diensttuenden unterstützten auch unter den strengen Vorgaben der Corona-Zeit die Bewohnerinnen und Bewohner der Eingliederungshilfe-Einrichtungen in großer zeitlicher und physischer Nähe. Ihre Meinung zur Regulierung und Gestaltung des Wohnalltags wurde in Gruppengesprächen erhoben. Trotz erheblicher zeitlicher Überlast nahmen sie sehr bereitwillig teil. Die Fachdienste setzen die personenbezogene Assistenz um, aber auch die Organisation dienstlicher Abläufe, Überwachung von Regulierungen, Dokumentation und Sorge um Gesundheitsfragen, bezogen auf Einzelne und auf die Wohngemeinschaft. Sie berichten von Belastungen und Ängsten der Bewohnerschaft, fühlten sich aber häufig selbst in Erklärungsnot und erschöpft. Mit Corona-Tests gelang eine bessere Lagebewertung, aber es kamen auch weitere Aufgaben im Gesundheitsdienst hinzu. Dauerhaft Distanz zu wahren, erwies sich im Alltag als ebenso zermürbend, wie stets erneut Maßnahmen für Bewohnerinnen und Bewohnern sowie für deren Angehörige zu erläutern. Eigene Risiken und Überlasten konnten kaum von Beruflichem getrennt werden. Dienste und Rufbereitschaften erstreckten sich oft über mehrere Tage. Die Haltung der Diensttuenden zu verfügbaren Impfungen war gemischt, vor allem zur Durchsetzung bei Personal und Bewohnerschaft oder zu den Folgen bei Impfverweigerung. Möglichkeiten und Bedeutung psychischer Stressoren wurden häufig vorgetragen. Viele fühlten sich allein gelassen. Das Personal im Wohngruppendienst äußerte eine Reihe klarer, differenzierter Wünsche zur besseren Gesundheitsförderung, oft mit präventivem Zuschnitt.

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Dauerdienste, Distanzambivalenz und Dialoge–Sicht des Fachpersonals

  • Elisabeth Wacker

摘要

Die Diensttuenden unterstützten auch unter den strengen Vorgaben der Corona-Zeit die Bewohnerinnen und Bewohner der Eingliederungshilfe-Einrichtungen in großer zeitlicher und physischer Nähe. Ihre Meinung zur Regulierung und Gestaltung des Wohnalltags wurde in Gruppengesprächen erhoben. Trotz erheblicher zeitlicher Überlast nahmen sie sehr bereitwillig teil. Die Fachdienste setzen die personenbezogene Assistenz um, aber auch die Organisation dienstlicher Abläufe, Überwachung von Regulierungen, Dokumentation und Sorge um Gesundheitsfragen, bezogen auf Einzelne und auf die Wohngemeinschaft. Sie berichten von Belastungen und Ängsten der Bewohnerschaft, fühlten sich aber häufig selbst in Erklärungsnot und erschöpft. Mit Corona-Tests gelang eine bessere Lagebewertung, aber es kamen auch weitere Aufgaben im Gesundheitsdienst hinzu. Dauerhaft Distanz zu wahren, erwies sich im Alltag als ebenso zermürbend, wie stets erneut Maßnahmen für Bewohnerinnen und Bewohnern sowie für deren Angehörige zu erläutern. Eigene Risiken und Überlasten konnten kaum von Beruflichem getrennt werden. Dienste und Rufbereitschaften erstreckten sich oft über mehrere Tage. Die Haltung der Diensttuenden zu verfügbaren Impfungen war gemischt, vor allem zur Durchsetzung bei Personal und Bewohnerschaft oder zu den Folgen bei Impfverweigerung. Möglichkeiten und Bedeutung psychischer Stressoren wurden häufig vorgetragen. Viele fühlten sich allein gelassen. Das Personal im Wohngruppendienst äußerte eine Reihe klarer, differenzierter Wünsche zur besseren Gesundheitsförderung, oft mit präventivem Zuschnitt.