Filmische Dokumentarismen und dokumentarische Praxis im historischen Wandel: Politische Instrumentalisierung des Dokumentarischen durch Populismus und die ‚Neue Rechte‘
摘要
Der Beitrag setzt sich mit der Frage des Wandels filmischer Dokumentarismen und dokumentarischer Praxis auseinander. Es wird argumentiert, dass dokumentarische Filme schon immer instabil und anfällig für manipulative politische Vereinnahmungen waren. Die Krise der politischen Kommunikation und Kultur, die sich im Zusammenhang mit der digitalen Kultur auch die ‚Neue Rechte‘ und der Populismus zu eigen machen, lässt sich, so die These, zurückführen auf eine längere Entwicklung innerhalb der dokumentarfilmischen Praxis, die mit der Verwischung der Unterscheidung zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Formen spielt. Dadurch gerät die Glaubwürdigkeit dokumentarischer Filme unter Druck und ihre Semantisierungen werden kontextabhängig.