Späte (Mutter-)Elternschaft – Medizinethische Perspektiven
摘要
Vor dem Hintergrund der Verbreitung von hormonellen Verhütungsmitteln, der Zunahme der tertiären Bildung der Frauen und weiblicher Erwerbstätigkeit und dem Wertewandel im Bezug auf Eheschließungen und Familienmodellen, kommt es im 20. Jahrhundert zu einer Verschiebung der ersten Elternschaft auf einen späteren Zeitpunkt. In diesem Zusammenhang gibt es eine breite medizinethische Debatte, inwiefern sowohl bereits klinisch implementierte als auch neue und experimentelle Reproduktionstechniken zum Einsatz kommen sollen, um Frauen und Paaren in einem hören Reproduktionsalter den Wunsch nach genetisch verwandten Kindern zu erfüllen. Im folgendem Beitrag wird der Versuch unternommen, die Fülle der Argumentationslinien anhand pragmatischer, sozialpolitischer und fundamentalethischer Aspekte zu ordnen, um schließlich die technische Lösung für eine späte Mutterschaft und genetische Elternschaft zur Disposition zu stellen.