Ektogenese – Wundermittel für Geschlechtergerechtigkeit?
摘要
Seit den 1960er Jahren haben sich die Möglichkeiten für Menschen, ihre Fruchtbarkeit zu ‚managen‘ – einzuschränken, zu verlängern, zu steigern – mit Methoden wie der verbesserten Empfängnisverhütung, der In-vitro-Fertilisation (IVF), der Kryokonservierung und „anderen Strategien zur Neuordnung der menschlichen Fortpflanzung im Labor“ (Waldby 2015, S. 470) dramatisch erweitert. Diese Transformation brachte die Möglichkeit einer doppelseitigen Entkopplung mit sich: Sex ohne Fortpflanzung und Fortpflanzung ohne Sex. Die vollständige Ektogenese, also die „Externalisierung der menschlichen Reproduktion von der Befruchtung bis zur ‚Geburt‘“ (Gelfand 2006, S. 2), bildet den Höhepunkt reproduktiver Technologien.