Von der Formbarkeit des neuen Menschen in der frühen Sowjetzeit
摘要
Im vorrevolutionären Russland bildete mangels eines ausgeprägten Humanismus die kollektive Identität des neuen Menschen als Gemeinschaftswesen das Endziel – sowohl in den Sozialtheorien als auch in der theurgischen Kunstauffassung der Symbolisten. Eine besonders radikale Zuspitzung hatten dabei die „linken Bolschewiki“ entwickelt, die ihre Vorstellungen des neuen Menschen als kollektive Menschengemeinschaft, als Idealtyp und eine Art Übermensch in die kommunistische Ethik der frühen Sowjetzeit einbrachten. Im Folgenden stehen die Voraussetzungen für Maksim Gor’kijs Konzept des „proletarischen Humanismus“ im Zentrum, die Formbarkeit des neuen Menschen, die er vor allem in den Umerziehungslagern verortete.