Es steht außer Frage, dass Affekte und Emotionen in unseren Gesellschaften eine ambivalente Rolle einnehmen. Und sie bestimmen unseren Alltag in nicht unerheblicher Weise, wie der Soziologe Alois Hahn (2024, S. 375) festhält: „Unser Alltagsleben heute ist jedenfalls dadurch charakterisiert, dass wir einerseits in anonymen Situationen verpflichtet sind, aus unserem Herzen eine Mördergrube zu machen, uns nichts anmerken zu lassen und so zu tun, als seien wir ‚kühl bis ans Herz hinan‘. Aber andererseits kann mitten im Alltäglichen ein Umschalten notwendig werden, wo Emotionalität im anonymen Raum verlangt wird.“

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Einleitung

  • Dietmar J. Wetzel

摘要

Es steht außer Frage, dass Affekte und Emotionen in unseren Gesellschaften eine ambivalente Rolle einnehmen. Und sie bestimmen unseren Alltag in nicht unerheblicher Weise, wie der Soziologe Alois Hahn (2024, S. 375) festhält: „Unser Alltagsleben heute ist jedenfalls dadurch charakterisiert, dass wir einerseits in anonymen Situationen verpflichtet sind, aus unserem Herzen eine Mördergrube zu machen, uns nichts anmerken zu lassen und so zu tun, als seien wir ‚kühl bis ans Herz hinan‘. Aber andererseits kann mitten im Alltäglichen ein Umschalten notwendig werden, wo Emotionalität im anonymen Raum verlangt wird.“