Projektabwicklung in Bewegung
摘要
Seit vielen Jahren wird die Notwendigkeit partnerschaftlicher Projektabwicklung diskutiert. Partnerschaftliche Ansätze wurden immer wieder vorgestellt und wenige in die Praxis umgesetzt. Eine Veränderung der herkömmlichen Kultur der Projektabwicklung konnte bisher noch nicht bewirkt werden. Dies liegt nicht nur am Widerstand, der Changeprozessse meist begleitet, sondern auch daran, dass wesentliche Faktoren wie ein passender rechtlicher Rahmen für partnerschaftliche Projektabwicklung sowie durchgängig partnerschaftliche Organisationsstrukturen oder eine konsequent gute Führung bisher noch nicht vorgesehen oder aufeinander abgestimmt sind. Einzelne partnerschaftliche Aspekte wie Methoden des Lean Managements ergänzen zwar die herkömmliche Projektabwicklung, neu gedachte und gelebte partnerschaftliche Projektorgansiationen gibt es aber in der Breite noch nicht. Eine neue Organisationsform ist das IPA-Modell. IPA steht für Integrierte Projektabwicklung oder manchmal auch für Integrierte Projektallianz. Zuweilen werden die Begriffe inkonsequent verwendet und das Wort „integriert“ teils auch mit „integral“ vertauscht. Im Grunde leitet sich aber der Begriff vom englischen IPD ab, welches für „integrated project delivery“ steht. Das IPA-Modell eignet sich ausschließlich für komplexe Großprojekte, weil es einen enormen Organisations- und Kostenaufwand erfordert. Neben sehr guter Managementmethoden und Aspekten der kollaborativen Zusammenarbeit steht IPA allerdings auf rechtlich wackeligen Beinen und integriert leider kaum die heute wichtigen Aspekte nachhaltiger Wertschöpfung. Andererseits zeigt das IPA Modell auf, wo konventionelle Projektabwicklung zwingend transformiert werden muss. Im Wege der Abgrenzung und Weiterentwicklung des IPA Ansatzes lassen sich die Anforderungen für ein auf den breiten Einsatz ausgelegtes Konzept der ganzheitlichen Projektabwicklung ableiten.