Was ist „gute” Führung und was heißt „gute“ Führung in der Krise?
摘要
In diesem Beitrag geht es um die Frage nach der „guten“ Führung und danach, was „gute“ Führung vor allem in organisationalen Krisen bedeutet. Hierzu wird in einem ersten Schritt aufgezeigt, dass die Frage nach der „guten“ Führung in der wissenschaftlich-psychologischen Führungsforschung definitiv nicht neu ist. Es wird beleuchtet, dass man einer Antwort auf diese Frage näherkommen kann, wenn das zunächst unbestimmte Konstrukt einer „guten“ Führung näher spezifiziert wird, bspw. in dem man es in Bezug zu einem Rahmenmodell zur Erklärung von „erfolgreicher“ Führung – oder „Führungserfolg“ – setzt. In den nächsten Abschnitten wird sodann herausgearbeitet, dass sich insbesondere die inzwischen vielfältig vorgelegten Konzepte und theoretischen Modelle aus dem Umfeld der Forschungsarbeiten zur „Positiven Psychologie“ – und hier v. a. der sich rasant entwickelnden Teildisziplin des „Positive Leadership“ – eignen, genaueren Aufschluss darüber zu gewinnen, was „gute“ Führung in modernen, komplexen Organisationen im Zeitalter der VUCA-Welt heißt und inwieweit sich die zahlreich vorliegenden empirischen Befunde zu den positiven Auswirkungen einer positiven Führung auch neurowissenschaftlich untermauern lassen. Den Beitrag abschließend wird ein weiteres Rahmenmodell vorgestellt und diskutiert, in dem hypothetische Wirkzusammenhänge einer positiven Führung – speziell in Krisenzeiten – postuliert und in Abgrenzung zur klassischen Managementperspektive verdeutlicht werden. Aus dem Rahmenmodell lassen sich klare Hypothesen ableiten, die eindeutig ausformuliert und operationalisiert werden können, sodass sie in weiteren Forschungsarbeiten empirisch überprüft werden können.