(De-)Abstraktionen des Leibes. Phänomenologische Betrachtungen zum Zusammenhang von Digitalität, Angst, Langeweile und Leiblichkeit im Anschluss an Edmund Husserl und Hermann Schmitz
摘要
In den letzten Jahren hat in der sozialwissenschaftlichen Forschung das Thema Leiblichkeit parallel zum Themenkomplex Digitalisierung an Bedeutung gewonnen. Der Beitrag geht dieser bivalenten Interessenfokussierung nach und zeigt in Auseinandersetzung mit Edmund Husserl und Hermann Schmitz, dass sich Intensivierungen von Leiblichkeit unter Berücksichtigung der besonderen Rolle des Angstaffekts selbst als Digitalisierungsfolgen verstehen lassen. Studien zur Leiblichkeit des Sozialen sollten diese konstitutive Rolle von Affekten berücksichtigen, um ein reflexives Moment in die Theoriegenese einzubauen und damit dem Problem zu begegnen, Leib und Leiblichkeit entweder in eine Frontstellung oder in ein Ersetzungsverhältnis zur Digitalisierung der Gesellschaft zu bringen.