Fluchtversuche Richtung Unsichtbarkeit: Varianten der Scham zwischen tiefster Beschämung und schonender Diskretion
摘要
Dieser Text befasst sich mit der Frage, was für diejenigen, die sich schämen und beschämt werden können, dabei auf dem Spiel steht. Zur Diskussion gestellt wird die These, dass es sich bei der Scham darum handelt, geradezu ‚unsichtbar‘ zu werden. Ob und wie sich Scham als solche überhaupt ‚zeigt‘, inwiefern sie als ‚Phänomen‘ gelten kann, auch wenn sie sich um nahezu jeden Preis der Sichtbarkeit in den Augen Anderer zu entziehen sucht, ist das erste Problem, das sich hier stellt. Daran schließt sich die Schwierigkeit ihrer hermeneutischen Explikation an, die deutlich machen sollte, wie Scham als Scham zu verstehen ist. Ob sich die phänomenologische Beschreibung und die anschließende hermeneutische Explikation der Scham einer sozial- oder kulturwissenschaftlichen Methodik einfügen lassen, ist die dritte Frage.