Ungewohnte Acts of Citizenship
摘要
Die Vorstellung von Bürgerschaft als Handlungen (acts) anstelle von Status ermöglicht es uns, sowohl neu darüber nachzudenken, wer ein*e Bürger*in sein kann, als auch welche Art von Praktiken als Bürgerschaft verstanden werden können. Dieser Beitrag geht den Zwischenräumen nach, in denen intergenerationelle migrantische Jugendliche sich durch sprachliche und musikalische Praxen selbstverständlich scheinenden Räumen der Bürgerschaft widersetzen. Dadurch werden ungewöhnliche Praktiken der Bürgerschaft (unfamiliar acts of citizenship) an sich unter die Lupe genommen. Dies wirft die Frage auf, wie Bürgerschaft durch die ungewöhnliche Praktik herausgefordert wird, sich sowohl der Identifizierung als auch des Scheiterns oder der Verweigerung der Identifizierung mit dem Nationalstaat zu entziehen. Dies erfolgt, indem durch abweichende Sprachpraxen und musikalische Hybridisierung die begrenzten, nationalen, sprachlichen und ethnischen Ideologien infrage gestellt werden. Es wird argumentiert, dass sich Bürgerschaft durch die Schaffung eines Raumes für Ausdrücke hybrider politischer Identität und Zugehörigkeit in alltäglicher Musik und Sprache entfaltet.