International Health, the WHO and Planning for the Next Pandemic. Medical Citizenship in a Global Context in the 1990s and Early 2000s
摘要
In den 1990er Jahren wurde pandemic preparedness zum neuen Leitbegriff der internationalen Gesundheitspolitik, wie sie vor allem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmt wurde. Es ging nun nicht mehr primär darum, das Ausbrechen von Pandemien zu verhindern, sondern vielmehr nur noch darum, die Auswirkungen von potenziellen Pandemiegeschehen zu antizipieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um deren Auswirkungen abzumildern. Dabei begriff sich die WHO zunehmend nicht mehr allein als Koordinierungsstelle nationalstaatlicher Maßnahmen, sondern immer stärker auch als Anwalt einer Weltbevölkerung mit einem Grundrecht auf Gesundheit. Medical Citizenship sollte dementsprechend bedeuten, dass jede und jeder ein Anrecht darauf haben sollte, möglichst gut vor ansteckenden Krankheiten geschützt zu sein—zugleich aber auch, dass sich jede und jeder entsprechend der Vorgaben der WHO zu verhalten habe.