Enacting Power, Articulating Voice: Acts of Citizenship as a Decolonial Approach
摘要
Vor dem Hintergrund von Auseinandersetzungen über die Bedeutung von „Staatsbürgerschaft“ und „Zuflucht“ in Städten des globalen Südens sowie von restriktiven und versicherheitlichten Flüchtlingspolitiken untersuche ich die Lebensrealitäten burundischer Flüchtlinge in transnationalen sozialen Räumen und ihre Auseinandersetzung mit Staatsbürgerschaft. Angesichts umstrittener Vorstellungen von Staatsbürgerschaft in einem postkolonialen Umfeld verdeutlicht die Acts of Citizenship-Perspektive gepaart mit inklusiver Staatsbürgerschaft die Merkmale einer dekolonialen Methodik, die danach strebt, „Staatsbürgerschaft rückgängig zu machen, aufzudecken und neu zu erfinden“ (Isin 2012). Das Konzept, die Dynamik und die Beziehungen der Staatsbürgerschaft sind im afrikanischen postkolonialen Kontext äußerst umstritten. Diese Phänomene sind voller Hinterlassenschaften von Kämpfen um Staatsbürgerschaft vs. Subjekttum, Auseinandersetzungen um Indigenität vs. Siedlertum, den Umgang mit Differenz und die Mobilisierung, Politisierung und Instrumentalisierung von Ethnizität. Acts of Citizenship können zusammen mit der inklusiven Staatsbürgerschaft als ein dekolonialer Ansatz zur Untersuchung der Kolonialität der Macht an den Schnittstellen zwischen Staatsbürgerschaft, Migration und Transnationalismus verstanden werden.