Der digitale Wandel hat disruptive Auswirkungen auf die Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation. In digitalen und sozialen Medien werden traditionelle Rollenverteilungen im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit in Frage gestellt und bringen neue Formate und Praktiken der Wissenschaftskommunikation hervor. Anhand dreier ausgewählter digitaler Wissenschaftskommunikationsformate aus dem Bereich der COVID19-Pandemie zeigt dieser Beitrag, wie die popularisierenden Übersetzungen zwischen Fach- und Alltagsdiskursen medial organisiert werden und zu Neuübersetzungen einladen. Für die theoretische Fassung solcher Diskursbewegungen wird das medientheoretische Konzept der Transkriptivität vorgeschlagen, mit dem auch die Folgekommunikationen erfasst werden können. Schließlich wird argumentiert, dass Wissenschaftskommunikation und ihre transkriptiven Verfahren in Kommunikationsarenen organisiert sind, die das traditionelle vertikale Modell der Wissenschaftskommunikation ersetzen.

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Übersetzungen und Rückübersetzungen im digitalen Diskurs. Transmediale Wissenschaftskommunikation zur COVID19-Pandemie

  • Simon Meier-Vieracker

摘要

Der digitale Wandel hat disruptive Auswirkungen auf die Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation. In digitalen und sozialen Medien werden traditionelle Rollenverteilungen im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit in Frage gestellt und bringen neue Formate und Praktiken der Wissenschaftskommunikation hervor. Anhand dreier ausgewählter digitaler Wissenschaftskommunikationsformate aus dem Bereich der COVID19-Pandemie zeigt dieser Beitrag, wie die popularisierenden Übersetzungen zwischen Fach- und Alltagsdiskursen medial organisiert werden und zu Neuübersetzungen einladen. Für die theoretische Fassung solcher Diskursbewegungen wird das medientheoretische Konzept der Transkriptivität vorgeschlagen, mit dem auch die Folgekommunikationen erfasst werden können. Schließlich wird argumentiert, dass Wissenschaftskommunikation und ihre transkriptiven Verfahren in Kommunikationsarenen organisiert sind, die das traditionelle vertikale Modell der Wissenschaftskommunikation ersetzen.