Das Politische, das Volk und der Krieg. Eine „friedenspolitische“ Perspektive
摘要
Kann es eine Phänomenologie des Politischen geben, die davon auszugehen hätte, dass sich das Politische als solches „zeigt“ ‒ und zwar, wie jedes „gewöhnliche“ Phänomen auch, „von sich her“ und „anschaulich“? Die anhaltende Diskussion um den Begriff des Politischen nährt empfindliche Zweifel an dieser Vorstellung, führt sie doch vor Augen, wie umstritten das Politische (und nicht nur die eine oder andere Art von „Politik“) ist. So gesehen befindet sich das Politische selbst in einer strittigen politischen Lage und wird zum Gegenstand von diskursiven Auseinandersetzungen, die es nicht gestatten, das Politische eindeutig als ontologisches Fundament allen politischen Verhaltens zu begreifen. Stattdessen zeigt sich in politischen Auseinandersetzungen ein re-entry des Politischen, das uns immer wieder dazu veranlassen muss, letzteres hermeneutisch neu zu bestimmen.