Herstellung und Beschwörung von Gemeinschaft auf der Klimakonferenz 2022 in Sharm El-Sheikh
摘要
Dieser Beitrag diskutiert die Rolle von Kunst auf den internationalen UN-Klimakonferenzen (COPs) anhand der COP27 2022 in Sharm El-Sheikh. Ausgehend von aktuellen politikwissenschaftlichen Theorien zu Paradigmen und Problemen der COPs sowie der UN-Klima - Governance wird argumentiert, dass Kunst mit dem Ziel ausgestellt oder performed wird, Gemeinschaftlichkeit im Kampf gegen die Klimakrise zu repräsentieren oder durch Partizipationsangebote herzustellen. Diskutiert werden die Implikationen der verschiedenen Ansätze, etwa, dass sie mitunter gesellschaftliche Differenzen und Konflikte kaschieren sowie Institutionen legitimieren, deren Aktivitäten mitnichten ökologisch sind. Ebenfalls reflektiert werden Wirksamkeitsbehauptungen von Kunst in diesem Zusammenhang sowie die strukturellen Dilemmata solcher Kunstpraktiken, die Alternativen zu aktuellen Paradigmen der Klima-Governance zur Debatte stellen.