Ästhetiken der Verschränkung im 18. Jahrhundert und postkoloniale Theorien in den Künsten. Theoretische Interferenzen im Kontext künstlerischen Handelns
摘要
Eine Ästhetik der Verschränkung zu denken weist heute, auf den ersten Blick betrachtet, in eine neue Richtung. Neu ist diese Richtung aber nur scheinbar, denn Verschränkungsfiguren sind in der Geschichte der ästhetischen Theorie bereits vorgekommen, sie sind bereits gedacht worden. Der folgende Beitrag beruht auf einer Hypothese – nämlich der, dass gegenwärtige Entwicklungen in den Künsten uns heute wieder zur Idee einer Verschränkung hinführen. Gemeint sind damit insbesondere Bezüge auf postkoloniale Theorien und dekolonisierende künstlerische Arbeiten in den aktuellen Künsten. Im Sinne einer allgemeinen, globalen Verantwortung widmen sich einige Künstler:innen solchen und ähnlichen Anliegen. Die theoretisch-systematische Herausforderung ist es, ihnen darin zu folgen und zu überlegen, in welchen Theoriesettings sich ihr Anliegen beschreiben lässt.