Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist das Schlüsselwort für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt. Für den Bausektor bedeutet das u. a. die konsequente Umsetzung von Stoffkreisläufen von der Sekundärrohstoffgewinnung durch den Rückbau/Abbruch bis zum Wiedereinsatz in Bauwerken bei möglichst geringerem oder zumindest gleichem Energieverbrauch. Bisher gelingt das in unterschiedlichem Ausmaß, wobei die Materialeigenschaften einen erheblichen Einfluss ausüben. Asphaltbruch mit Bitumen als Bindemittel kann aufgrund seiner „thermoplastischen“ Eigenschaften anteilig für die erneute Asphaltherstellung eingesetzt werden. Dadurch sind Material – aber auch Energieeinsparungen möglich. Betonbruch kann sowohl für die Herstellung von Tragschichten im Straßenbau als auch für die erneute Betonherstellung verwertet werden. Nenneswerte Erhärtungspotenziale durch eine Resthydraulizität sind nicht vorhanden. Die Verwendung als Rohstoffkomponente für erneute Zementklinkerherstellung ist aufgrund seines meist hohen SiO2-Gehalts nur sehr eingeschränkt möglich. Für Mauerwerkbruch aus Ziegel, anderen Wandbaustoffen sowie Mörtel, Putz und Gipsbaustoffen ist aufgrund seiner Heterogenität schwierig zu verwerten. Mit einem neuen thermischen Verfahren können daraus leichte Gesteinskörnungen ähnlich Blähton bei gleichzeitiger Rückgewinnung des Gips hergestellt werden.

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Baustoffrecycling Quo vadis

  • Anette Müller

摘要

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist das Schlüsselwort für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt. Für den Bausektor bedeutet das u. a. die konsequente Umsetzung von Stoffkreisläufen von der Sekundärrohstoffgewinnung durch den Rückbau/Abbruch bis zum Wiedereinsatz in Bauwerken bei möglichst geringerem oder zumindest gleichem Energieverbrauch. Bisher gelingt das in unterschiedlichem Ausmaß, wobei die Materialeigenschaften einen erheblichen Einfluss ausüben. Asphaltbruch mit Bitumen als Bindemittel kann aufgrund seiner „thermoplastischen“ Eigenschaften anteilig für die erneute Asphaltherstellung eingesetzt werden. Dadurch sind Material – aber auch Energieeinsparungen möglich. Betonbruch kann sowohl für die Herstellung von Tragschichten im Straßenbau als auch für die erneute Betonherstellung verwertet werden. Nenneswerte Erhärtungspotenziale durch eine Resthydraulizität sind nicht vorhanden. Die Verwendung als Rohstoffkomponente für erneute Zementklinkerherstellung ist aufgrund seines meist hohen SiO2-Gehalts nur sehr eingeschränkt möglich. Für Mauerwerkbruch aus Ziegel, anderen Wandbaustoffen sowie Mörtel, Putz und Gipsbaustoffen ist aufgrund seiner Heterogenität schwierig zu verwerten. Mit einem neuen thermischen Verfahren können daraus leichte Gesteinskörnungen ähnlich Blähton bei gleichzeitiger Rückgewinnung des Gips hergestellt werden.