Pädagogisches Handeln angesichts der Digitalisierung – Bildungsethische Überlegungen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Schule
摘要
Der IQB-Bildungstrend wie die jüngste PISA-Studie haben 2022 gezeigt (Schipolowski, Schneider, Weirich, Henschel, & Sachse, (2023). IQB-Bildungstrend 2022. Sprachliche Kompetenzen am Ende der 9. Jahrgangsstufe im dritten Ländervergleich. Münster (Westf.), New York: Waxmann), dass es um das Textverstehen an deutschen Schulen nicht zum Besten bestellt ist (OECD. (2023). PISA 2022 Country Notes. Deutschland. Von https://www.oecd.org/media/oecdorg/satellitesites/berlincentre/pressethemen/GERMANY_Country-Note-PISA-2022_DEU.pdf abgerufen). Auffällig ist nicht allein der Kompetenzrückgang in Deutsch. Der IQB-Bildungstrend hat zugleich verdeutlicht, dass Deutsch zu einem unbeliebten Fach geworden ist. Auch hier dürften die Gründe vielfältig sein. Schule determiniert nicht den gesamten Lebenslauf. Aber viele, die in der Schulzeit keinen Zugang zur Freude am Lesen und zum differenzierten Umgang mit Texten gefunden haben, werden solches auch im weiteren Leben nicht vermissen. Doch braucht es in Zeiten Künstlicher Intelligenz (KI), deren Einsatzmöglichkeiten voraussichtlich wachsen und sich technisch verbessern werden, überhaupt noch Lesefähigkeit, Textverstehen und differenzierte Ausdrucksfähigkeit? Werden diese Kompetenzen, wenn nicht ersetzt, so doch wenigstens zunehmend durch KI unterstützt? Fast könnte es so scheinen, wenn man die im Vergleich zu früheren Jahren eher gelassenen Reaktionen auf die jüngste PISA-Studie betrachtet. Und so lässt sich weiter fragen: Sollte KI stärker in die Unterrichtsmethodik integriert werden und den klassischen Unterrichtsverlauf verändern? Braucht es in unseren Schulen noch Schulbibliotheken oder sollte nicht besser in den Ausbau digitaler Infrastruktur investiert werden?