Universität als Festung. Eine historische Einordnung der Universität als männliche Lebenswelt
摘要
Der Beitrag untersucht die Entwicklung von Universitäten als männliche Lebenswelt und deren Bedeutung für die Prävalenz asymmetrischer Machtverhältnisse in Form von sexualisierter Diskriminierung anhand einer Literaturanalyse und der Verbindung von geschlechtertheoretischen und historischen Perspektiven auf die Konstruktion der Universität als männlichen Raum. Universität wird dabei als Verhandlungsort von Sozialisierungspraktiken verstanden, die maßgeblich auf dem Ausschluss von Frauen basieren, wie eine Quellenanalyse zur akademischen Gerichtsbarkeit in der (Frühen) Neuzeit zeigt. Gegenwartsbezug wird durch eine Betrachtung von Sara Ahmeds Monographie Complaint! hergestellt. Die Argumentationen werden unter der Frage zusammengeführt, inwiefern das Verhältnis von Gesellschaft und Universität als Elfenbeinturm die Re-Vitalisierung einer virility culture in der Gegenwart begünstigt.