Läuft doch, oder?
摘要
Bewohnende und Unternehmen im hessischen Kinzigtal profitieren im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit durchaus von der belastenden Verkehrsinfrastruktur in ihrem Talraum, insbesondere von der Autobahn. Arbeitsplätze im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main begünstigen das ressourcenverbrauchende Pendeln, kurze Wege zur Autobahn erschließen Unternehmen Absatzmärkte in der Region wie im europäischen Maßstab. Die Teilhabe für nicht motorisierte Personen, die Stärkung der Erholungsfunktion oder eine Mobilitätswende (als Zielstellung innerhalb der Generationengerechtigkeit) münden so jedoch in Zielkonflikten. Der Beitrag versucht am Beispiel des hessischen Kinzigtals mögliche Zielkonflikte im Kontext der räumlichen Gerechtigkeit zu beleuchten. Er blickt auf die Chancen und Hemmnisse einer nachhaltig ausgerichteten Naherholungsstrategie und fragt zugespitzt, wie tragfähig die Idee einer nachhaltigen Transformation in einer Region ist, deren Prosperität eine ‚fossile‘ Basis hat ?