Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit Potentialen ortsbezogener Narrative für landschaftsbezogene Erholung am Fallbeispiel des hessischen Kinzig-Auentals. Basierend auf Interviews untersuchen die Autorinnen, was Vertreter*innen kommunaler Verwaltungen sowie Architekturstudierende der TU Darmstadt über das Kinzig-Auental erzählen und machen so implizite, ortsbezogene Narrative explizit. Ziel dieser explorativen Herangehensweise ist es, ortsbezogene Narrative als einen zusätzlichen Baustein in der Beschäftigung mit regionaler Erholung im Kinzig- Auental zu diskutieren und hierdurch Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen zu schaffen. Die Interviews geben einerseits Einblicke in das Selbstverständnis der kommunalen Verwaltungen und bilden andererseits den Außenblick der Studierenden auf den Talraum ab. Die Region wird insgesamt als attraktiv für landschaftsbezogene Erholung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain empfunden und die ‚unberührte Natur‘ innerhalb einer ‚ländlichen Struktur‘ als positives Merkmal konnotiert. Im Gegensatz zu den kommunalen Verwaltungen sind die Umwelt- und Lärmbelastungen durch den Infrastrukturkorridor für die Studierenden ein weiteres wesentliches und charakteristisches Element, sodass ein ambivalentes Bild zwischen erholsamen Naturräumen und lärmintensiven Infrastrukturen entsteht. Die Ergebnisse der Untersuchung können Anknüpfungspunkte in der Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung des Talraumes liefern und in zukünftigen Planungsprozessen Berücksichtigung finden.

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Erzählungen über das Kinzig-Auental

  • Lara Reusch,
  • Yane Conradi,
  • Inga Bolik

摘要

Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit Potentialen ortsbezogener Narrative für landschaftsbezogene Erholung am Fallbeispiel des hessischen Kinzig-Auentals. Basierend auf Interviews untersuchen die Autorinnen, was Vertreter*innen kommunaler Verwaltungen sowie Architekturstudierende der TU Darmstadt über das Kinzig-Auental erzählen und machen so implizite, ortsbezogene Narrative explizit. Ziel dieser explorativen Herangehensweise ist es, ortsbezogene Narrative als einen zusätzlichen Baustein in der Beschäftigung mit regionaler Erholung im Kinzig- Auental zu diskutieren und hierdurch Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen zu schaffen. Die Interviews geben einerseits Einblicke in das Selbstverständnis der kommunalen Verwaltungen und bilden andererseits den Außenblick der Studierenden auf den Talraum ab. Die Region wird insgesamt als attraktiv für landschaftsbezogene Erholung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain empfunden und die ‚unberührte Natur‘ innerhalb einer ‚ländlichen Struktur‘ als positives Merkmal konnotiert. Im Gegensatz zu den kommunalen Verwaltungen sind die Umwelt- und Lärmbelastungen durch den Infrastrukturkorridor für die Studierenden ein weiteres wesentliches und charakteristisches Element, sodass ein ambivalentes Bild zwischen erholsamen Naturräumen und lärmintensiven Infrastrukturen entsteht. Die Ergebnisse der Untersuchung können Anknüpfungspunkte in der Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung des Talraumes liefern und in zukünftigen Planungsprozessen Berücksichtigung finden.