Die Anfänge des modernen Parlamentarismus in Siebenbürgen: der Landtag Siebenbürgens von 1863–1864
摘要
Mit der Reichsverfassung von 1861 (Februarpatent) wurden die Zusammensetzung und die Befugnisse des Reichsrates in Wien sowie das Verhältnis zwischen den Provinzen und der österreichischen Regierung festgelegt. Die Wahlen zum Siebenbürgischen Landtag wurden auf Grundlage eines Zensus, also einer Mindeststeuerleistung, organisiert. Bei diesen Wahlen im Juni/Juli 1863 wurden ingesamt 125 Abgeordnete direkt gewählt, darunter 48 Rumänen, 44 Ungarn und 33 Sachsen (Deutsche). Hinzu kamen die vom Kaiser ernannten sogenannten „Regalisten“. Der Landtag wurde von den ungarischen Abgeordneten boykottiert. Trotzdem erbrachte der Landtag wesentliche Leistungen. Dazu zählten die Anerkennung der Gleichberechtigung der rumänischen Nation mit den anderen siebenbürgischen Nationen sowie die Entsendung von Abgeordneten in den Reichsrat in Wien.