Die Gültigkeit des Internal/External Frame of Reference Modells zu Beginn der Grundschulzeit
摘要
Das vorliegende Kapitel untersucht die propagierten dimensionalen Effekte des Internal/External Frame of Reference Modells (I/E-Modell) im ersten und zweiten Schuljahr der Grundschule. Existierende Studienergebnisse zu den dimensionalen Effekten im mathematischen und verbalen Bereich verweisen darauf, dass höhere mathematische Leistungen mit geringen Ausprägungen im verbalen Selbstkonzept und höhere verbale Leistungen mit geringeren Ausprägungen im mathematischen Selbstkonzept einhergehen. Diese negativen Effekte (sogenannte Kontrasteffekte) von Fachleistungen auf die Selbstkonzepte in der jeweils anderen Domäne sind für Lernende in der Sekundarstufe hinreichend bestätigt. Deutlich weniger erforscht ist jedoch, inwieweit diese Kontrasteffekte bereits zu Beginn der Grundschule wirksam sind. Dieser Frage wird in dieser Studie nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass am Ende des ersten Schuljahres von vier Pfaden drei Pfade positiv sind, was bedeutet, dass noch nicht von Kontrasteffekten gesprochen werden kann. Für das zweite Schuljahr zeigen sich in der Tendenz mehr Kontrasteffekte, was für eine zunehmende Gültigkeit der Annahmen des I/E-Modells spricht.