Die Befragung, die im Projekt InnaMoRuhr im Frühsommer 2021 durchgeführt wurde, hat einen großen Datens(ch)atz produziert, dessen Auswertung es ermöglicht, ein detailliertes Bild des Mobilitätsverhaltens der Universitätsangehörigen zu zeichnen. Beim Modal Split fällt der hohe Anteil des Umweltverbunds auf; allerdings liegt der Pkw-Anteil der Gruppe Technik und Verwaltung doppelt so hoch wie bei den Wissensschaffenden und den Studierenden. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hat eine Verlagerung ins Homeoffice sowie eine deutliche Veränderung der Mobilitätsmuster stattgefunden. Fragt man die UA Ruhr-Angehörigen nach ihren Mobilitätswünschen für die Zukunft, so spielen flexible, nachhaltige Verkehrsmittel (E-Auto, E-Bike etc.) eine wichtige Rolle. Zudem ist die Veränderungsbereitschaft der UA Ruhr-Angehörigen erstaunlich hoch. Aus den Daten lassen sich zudem fünf unterschiedliche Akteurtypen herausdestillieren, deren Einstellungen und deren Mobilitätsverhalten sich deutlich unterscheiden. Dies zeigt, wie wichtig es ist zu differenzieren und – auf Grundlage handlungstheoretischer Annahmen – typische Muster des Mobilitätsverhaltens zu identifizieren. Nur so ist es möglich, neue Mobilitätsangebote passgenau auf die Bedürfnisse einzelner Gruppen zuzuschneiden und ihr Mobilitätsverhalten durch gezielte Anreize in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen.

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Mobilitätspraktiken und Mobilitätsbedarfe

  • Johannes Weyer

摘要

Die Befragung, die im Projekt InnaMoRuhr im Frühsommer 2021 durchgeführt wurde, hat einen großen Datens(ch)atz produziert, dessen Auswertung es ermöglicht, ein detailliertes Bild des Mobilitätsverhaltens der Universitätsangehörigen zu zeichnen. Beim Modal Split fällt der hohe Anteil des Umweltverbunds auf; allerdings liegt der Pkw-Anteil der Gruppe Technik und Verwaltung doppelt so hoch wie bei den Wissensschaffenden und den Studierenden. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hat eine Verlagerung ins Homeoffice sowie eine deutliche Veränderung der Mobilitätsmuster stattgefunden. Fragt man die UA Ruhr-Angehörigen nach ihren Mobilitätswünschen für die Zukunft, so spielen flexible, nachhaltige Verkehrsmittel (E-Auto, E-Bike etc.) eine wichtige Rolle. Zudem ist die Veränderungsbereitschaft der UA Ruhr-Angehörigen erstaunlich hoch. Aus den Daten lassen sich zudem fünf unterschiedliche Akteurtypen herausdestillieren, deren Einstellungen und deren Mobilitätsverhalten sich deutlich unterscheiden. Dies zeigt, wie wichtig es ist zu differenzieren und – auf Grundlage handlungstheoretischer Annahmen – typische Muster des Mobilitätsverhaltens zu identifizieren. Nur so ist es möglich, neue Mobilitätsangebote passgenau auf die Bedürfnisse einzelner Gruppen zuzuschneiden und ihr Mobilitätsverhalten durch gezielte Anreize in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen.