Lehrer-Schüler-Interaktion in der Migrationsgesellschaft
摘要
Die Schule der Migrationsgesellschaft ist gekennzeichnet von institutionalisierten Ungleichheiten, dem heimlichen Lehrplan des Rassismus und dem monolingualen Habitus. Dies spiegelt sich in schulischen Interaktionen: Empirische, überwiegend rekonstruktive Studien zu Sichtweisen und Haltungen von Lehrkräften gegenüber migrationsbedingter Diversität und ihrer Handlungspraxis belegen Defizitannahmen, Integrationsforderungen, ambivalente Haltungen wie Differenzfixierung und Differenznegierung (etwa das Ausblenden heterogener Lernausgangslagen) und einegeringe Reflexion(sbereitschaft) rassistischer und linguizistischer Involviertheit im schulischen Alltag. Nach Darstellung dieses Forschungsstandes wird im Fazit ein Modell pädagogischer Professionalität in der Migrationsgesellschaft entworfen, das insbesondere Machtungleichheiten und damit asymmetrische Interaktionsbeziehungen als Problemstellung berücksichtigt.