Die Migrationsgesellschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen, denn mit der zunehmenden Differenzierung der Gesellschaft ist ein vorgängig vorhandener oder traditionell oder konventionell hergestellter Konsens über Werte nicht durchsetzbar und auch nicht wünschenswert. Hingegen müssen differenzierte Migrationsgesellschaften Mechanismen der Konsensbildung entwickeln, etablieren und die zivilgesellschaftliche Umsetzung unterstützen. Basierend auf der partizipativen Demokratietheorie werden Differenz und Konflikt als Movens der Entwicklung neuer gesellschaftlicher Einigungen und differenzierter und integrierender Gemeinwesen diskutiert. Die dazu notwenigen Verständigungsprozesse über divergierende und konfligierende Interessen, Bedürfnisse und Perspektiven werden hier mit dem Konzept der Sozialen Öffentlichkeiten gefasst. Durch die Generierung Sozialer Öffentlichkeiten können so Räume für moderierte Austausch- und Verständigungsprozesse geschaffen werden, in denen sowohl vulnerable als auch machtvolle Interessen zur Sprache und – im besten Fall – zur Einigung über das Zusammenleben gebracht werden können.

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Soziale Öffentlichkeiten als Orte der Konflikthegung: Zur Gestaltung differenzierter Gemeinwesen in der Migrationsgesellschaft

  • Martina Ritter,
  • Monika Alisch

摘要

Die Migrationsgesellschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen, denn mit der zunehmenden Differenzierung der Gesellschaft ist ein vorgängig vorhandener oder traditionell oder konventionell hergestellter Konsens über Werte nicht durchsetzbar und auch nicht wünschenswert. Hingegen müssen differenzierte Migrationsgesellschaften Mechanismen der Konsensbildung entwickeln, etablieren und die zivilgesellschaftliche Umsetzung unterstützen. Basierend auf der partizipativen Demokratietheorie werden Differenz und Konflikt als Movens der Entwicklung neuer gesellschaftlicher Einigungen und differenzierter und integrierender Gemeinwesen diskutiert. Die dazu notwenigen Verständigungsprozesse über divergierende und konfligierende Interessen, Bedürfnisse und Perspektiven werden hier mit dem Konzept der Sozialen Öffentlichkeiten gefasst. Durch die Generierung Sozialer Öffentlichkeiten können so Räume für moderierte Austausch- und Verständigungsprozesse geschaffen werden, in denen sowohl vulnerable als auch machtvolle Interessen zur Sprache und – im besten Fall – zur Einigung über das Zusammenleben gebracht werden können.