Varianzen der Transformation – Ursprünge, Widersprüche und Perspektiven der sozial-ökologischen Transformation in Deutschland
摘要
Die Dringlichkeit einer Transformation der fossilen Grundlagen von Wirtschaft und Gesellschaft steht seit über 50 Jahren auf der politischen Agenda. Mit der Gründung des Club of Rome (1968) und der Veröffentlichung des Berichts „Die Grenzen des Wachstums“ wurde der Grundstein für den Diskurs rund um nachhaltige Entwicklung gelegt und die Forderung nach einem ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftssystem öffentlichkeitswirksam begründet. Seither wurden zwar viele kleine Schritte gegen den Klimawandel unternommen, doch erst mit dem Pariser Klimaabkommen 2015 dringt die Einsicht in den breiten gesellschaftlichen und politischen Diskurs durch: Zur Erhaltung der planetaren Lebensgrundlagen braucht es dringend einen strukturellen Wandel von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, der alle Bereiche des Wirtschaftens und des menschlichen Zusammenlebens einbezieht. Der vorliegende Sammelband zeichnet das Bild eines vielschichtigen, hochkomplexen und von Widersprüchen geprägten Projekts der Dekarbonisierung. Die Beiträge entwerfen vielfältige Szenarien zur Rolle von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in der Gestaltung des Wandels. Dabei versteht der Band die Transformation zur Klimaneutralität nicht als geradlinigen, einzelne Sektoren betreffenden und dementsprechend durch simple Weichenstellungen zu erreichenden Wandel. Vielmehr analysiert er die Ausgangsbedingungen und Transformationspfade immer mit Blick auf komplexe Zusammenhänge zwischen den Sektoren, aber auch zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.