Das Wort Gasturbine rührt nicht vom Brennstoff her, der gasförmig, flüssig oder sogar fest sein kann, sondern vom gasförmigen Arbeitsmedium, das bei üblichen offenen Gasturbinen Luft und nach der inneren Verbrennung Luft-Rauchgas ist. Der Brennstoff wird dem angesaugten Arbeitsmedium Luft zugeführt, so dass eine innere Verbrennung stattfindet. Das Abgas wird bei den üblichen offenen Gasturbinen wegen den relativ geringen Emissionen – von CO2 abgesehen – ohne Nachbehandlung in die Atmosphäre abgegeben. Stationäre Gasturbinen dienen in der Energieversorgung als Spitzenlastanlagen, zur Kraft-Wärmekopplung und sind integrierter Bestandteil von Kombinationskraftwerken mit einem nachgeschalteten Dampfkraftwerk (siehe Kap. 14). Auch zum deutschen Umbau der Energiewirtschaft auf erneuerbare Energiequellen werden auf absehbare Zeit Gasturbinen zur Abdeckung der Spitzenlasten bzw. bei Flauten von Wind und Sonneneinstrahlung benötigt. Derzeit beschäftigen sich die Hersteller mit der Bereitstellung von „H2-ready“-Gasturbinen [31, 32] zum CO2-freien Betrieb mit „grünem Wasserstoff“ (siehe Kap. 3). Die neuen Anlagen mit zwei SIEMENS Gasturbinen SGT-800 (je 62 MW elektrischer Leistung) im EnBW-Heizkraftwerk Stuttgart-Münster werden von Anfang an „H2-ready“ für bis zu 100 % Wasserstoff gebaut (Baubeginn 2023). Doch auch andere Hersteller entwickeln Gasturbinen für den Wasserstoffbetrieb, z. B. [31].

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Gasturbinen-Kraftwerke

  • Richard Zahoransky

摘要

Das Wort Gasturbine rührt nicht vom Brennstoff her, der gasförmig, flüssig oder sogar fest sein kann, sondern vom gasförmigen Arbeitsmedium, das bei üblichen offenen Gasturbinen Luft und nach der inneren Verbrennung Luft-Rauchgas ist. Der Brennstoff wird dem angesaugten Arbeitsmedium Luft zugeführt, so dass eine innere Verbrennung stattfindet. Das Abgas wird bei den üblichen offenen Gasturbinen wegen den relativ geringen Emissionen – von CO2 abgesehen – ohne Nachbehandlung in die Atmosphäre abgegeben. Stationäre Gasturbinen dienen in der Energieversorgung als Spitzenlastanlagen, zur Kraft-Wärmekopplung und sind integrierter Bestandteil von Kombinationskraftwerken mit einem nachgeschalteten Dampfkraftwerk (siehe Kap. 14). Auch zum deutschen Umbau der Energiewirtschaft auf erneuerbare Energiequellen werden auf absehbare Zeit Gasturbinen zur Abdeckung der Spitzenlasten bzw. bei Flauten von Wind und Sonneneinstrahlung benötigt. Derzeit beschäftigen sich die Hersteller mit der Bereitstellung von „H2-ready“-Gasturbinen [31, 32] zum CO2-freien Betrieb mit „grünem Wasserstoff“ (siehe Kap. 3). Die neuen Anlagen mit zwei SIEMENS Gasturbinen SGT-800 (je 62 MW elektrischer Leistung) im EnBW-Heizkraftwerk Stuttgart-Münster werden von Anfang an „H2-ready“ für bis zu 100 % Wasserstoff gebaut (Baubeginn 2023). Doch auch andere Hersteller entwickeln Gasturbinen für den Wasserstoffbetrieb, z. B. [31].