Die ökonomischen Grundlagen sind von entscheidender Bedeutung für Medien, Journalismus und digitale Plattformen. Mit Ausnahme öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und Freier Radio- und Fernsehsender sind alle Anbieter:innen von Medienprodukten und Mediendienstleistungen wie auch die Internetkonzerne privatwirtschaftliche Unternehmen, die nach den Regeln von Umsatz, Kosten und Profit arbeiten. Daher ist es sinnvoll, deren ökonomische Hintergründe zu kennen, um Entwicklungen und Fehlentwicklungen im Medien- und Digitalmarkt zu erkennen und beurteilen zu können, und zwar sowohl aus kommunikationswissenschaftlicher wie aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht. Dieses Kapitel soll dazu beitragen, die ökonomischen Strukturen und Mechanismen des Mediensystems aus kommunikationswissenschaftlichem Blickwinkel zu begreifen. Medienökonomische Regeln und Verfahren weisen Besonderheiten auf. Erst deren Kenntnis ermöglicht es, die wirtschaftlichen Geschehnisse im Mediensektor zu verstehen und bewerten zu können. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf dem Medienmanagement, das zu den intensiver bearbeiteten Feldern der Medienökonomie gehört. Hier wird darüber geforscht, welche Strategien, welche Finanzierungsmodelle und welche Organisationsformen für Medienunternehmen zukunftsweisend sind, wer Medienmanager:innen sind und was sie tun. Medienmanager:innen müssen sich unter anderem mit den Problemen der Ökonomisierung der Medienbranche beschäftigen und mit den Ursachen und Folgen der Medienkonzentration. Diese Themen werden ebenso behandelt wie das Feld von Ethik und Verantwortung, das sich in den letzten Jahren in unterschiedliche Bereiche wie Unternehmensethik, Medienethik und gesellschaftliche Verantwortung von Medienunternehmen ausdifferenziert hat.

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Medienökonomie und öffentliche Kommunikation

  • Klaus-Dieter Altmeppen

摘要

Die ökonomischen Grundlagen sind von entscheidender Bedeutung für Medien, Journalismus und digitale Plattformen. Mit Ausnahme öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und Freier Radio- und Fernsehsender sind alle Anbieter:innen von Medienprodukten und Mediendienstleistungen wie auch die Internetkonzerne privatwirtschaftliche Unternehmen, die nach den Regeln von Umsatz, Kosten und Profit arbeiten. Daher ist es sinnvoll, deren ökonomische Hintergründe zu kennen, um Entwicklungen und Fehlentwicklungen im Medien- und Digitalmarkt zu erkennen und beurteilen zu können, und zwar sowohl aus kommunikationswissenschaftlicher wie aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht. Dieses Kapitel soll dazu beitragen, die ökonomischen Strukturen und Mechanismen des Mediensystems aus kommunikationswissenschaftlichem Blickwinkel zu begreifen. Medienökonomische Regeln und Verfahren weisen Besonderheiten auf. Erst deren Kenntnis ermöglicht es, die wirtschaftlichen Geschehnisse im Mediensektor zu verstehen und bewerten zu können. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf dem Medienmanagement, das zu den intensiver bearbeiteten Feldern der Medienökonomie gehört. Hier wird darüber geforscht, welche Strategien, welche Finanzierungsmodelle und welche Organisationsformen für Medienunternehmen zukunftsweisend sind, wer Medienmanager:innen sind und was sie tun. Medienmanager:innen müssen sich unter anderem mit den Problemen der Ökonomisierung der Medienbranche beschäftigen und mit den Ursachen und Folgen der Medienkonzentration. Diese Themen werden ebenso behandelt wie das Feld von Ethik und Verantwortung, das sich in den letzten Jahren in unterschiedliche Bereiche wie Unternehmensethik, Medienethik und gesellschaftliche Verantwortung von Medienunternehmen ausdifferenziert hat.