Im Artikel werden die Geschichte der Landwirtschaft der DDR auf der Grundlage der marxistisch-leninistischen-Theorie zur Schaffung von Volkseigentum, die sich daraus ergebenden Konsequenzenz für die Agrarwirtschaftslehre, vor allem den Ersatz der Markt- durch die Planungslehre betreffend, sowie die sich daraus ergebenden Schritte dargestellt. Unterschieden werden die vier Phasen Bodenreform, Beseitigung des Einflusses der Großbauern und die ebenfalls mit Zwang durchgesetzte vollständige Kollektivierung der Landwirtschaft durch Gründung Landwirtschaftlicher Produktionsgesnossenschaften (LPG) bis 1960 als Phase 1, die Festigung der LPG (Phase 2) bis 1970, der Übergang zur industriemäßigen Produktion als Phase 3 (1963 bis 1980, am Beginn noch Überschneidung mit Phase 2) sowie Phase 4 als versuchte Konsolidierung der industrialisierten Landwirtschaft bis 1989. Die Agrarwirtschaftslehre folgte den politisch vorgegebenen Zielen und Aufgaben, wobei es auch zu Auseinansdersetzungen zwischen Wissenschaftlern und Agrarpolitikern mit negativen Folgen für die ersteren kam. Nach der deutschen Einheit und Privatisierung erwiesen sich jedoch die größeren Betriebe nach Beseitigung der politisch begründeten Übertreibungen als ökonomisch vorteilhaft.

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Zur Agrarwirtschaftslehre in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR

  • Eberhard Schulze,
  • Peter Tillack

摘要

Im Artikel werden die Geschichte der Landwirtschaft der DDR auf der Grundlage der marxistisch-leninistischen-Theorie zur Schaffung von Volkseigentum, die sich daraus ergebenden Konsequenzenz für die Agrarwirtschaftslehre, vor allem den Ersatz der Markt- durch die Planungslehre betreffend, sowie die sich daraus ergebenden Schritte dargestellt. Unterschieden werden die vier Phasen Bodenreform, Beseitigung des Einflusses der Großbauern und die ebenfalls mit Zwang durchgesetzte vollständige Kollektivierung der Landwirtschaft durch Gründung Landwirtschaftlicher Produktionsgesnossenschaften (LPG) bis 1960 als Phase 1, die Festigung der LPG (Phase 2) bis 1970, der Übergang zur industriemäßigen Produktion als Phase 3 (1963 bis 1980, am Beginn noch Überschneidung mit Phase 2) sowie Phase 4 als versuchte Konsolidierung der industrialisierten Landwirtschaft bis 1989. Die Agrarwirtschaftslehre folgte den politisch vorgegebenen Zielen und Aufgaben, wobei es auch zu Auseinansdersetzungen zwischen Wissenschaftlern und Agrarpolitikern mit negativen Folgen für die ersteren kam. Nach der deutschen Einheit und Privatisierung erwiesen sich jedoch die größeren Betriebe nach Beseitigung der politisch begründeten Übertreibungen als ökonomisch vorteilhaft.