Ältere Menschen in Senioreneinrichtungen zeigen häufig ein eingeschränktes psychologisches Wohlbefinden. Biographisch-narrative Interventionen können Anpassungsprozesse unterstützen und Lebensqualität verbessern. Sowohl Einzel- als auch Gruppensitzungen können zu signifikanten Verbesserungen der Lebensqualität bei institutionalisierten Menschen im Alter führen, wobei besonders Gruppensitzungen zur Förderung der sozialen Integration empfohlen werden. Dabei bieten digitale Medien die Möglichkeit, eigenständig eine an kognitive und sensomotorische Fähigkeiten angepasste Biographiearbeit durchzuführen. Digitale Medien und das Einbinden von Ehrenamtlichen können den Personalaufwand in Senioreneinrichtungen bei der Umsetzung von Biographiearbeit verringern und Pflegefachkräfte entlasten. Es fehlen jedoch systematische Studien zu digital gestützter Biographiearbeit mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung von Lebensqualität und Kommunikation (BaSeTaLK) wurde daher untersucht, ob mit einer Tablet-gestützten Biographiearbeit die Lebensqualität von Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen, im Sinne erhöhter sozialer und kommunikativer Teilhabe sowie Depressionsprävention, gesteigert werden kann. Das Projekt, das von der OTH Regensburg und der Katholischen Hochschule Mainz gemeinsam durchgeführt wird, setzt damit am Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen der UN-Nachhaltigkeitsziele an. Unter Einbezug der Zielgruppe wurde eine App entwickelt, mit deren Unterstützung ältere Ehrenamtliche mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen biographisch-orientierte Gespräche führen können. Die Maßnahme wurde im Einzel- und Gruppensetting erfolgreich erprobt. Durch das Erzählen über sich selbst im Austausch mit anderen werden Erinnerungs- und Identitätsprozesse aktiviert, und ein positives Selbstbild wird gefördert, was sich nachweislich auf die Lebensqualität auswirkt.

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Tablet-gestützte Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen

  • Vera Leusch,
  • Sabine Corsten,
  • Katharina Giordano,
  • Daniel Kreiter,
  • Norina Lauer

摘要

Ältere Menschen in Senioreneinrichtungen zeigen häufig ein eingeschränktes psychologisches Wohlbefinden. Biographisch-narrative Interventionen können Anpassungsprozesse unterstützen und Lebensqualität verbessern. Sowohl Einzel- als auch Gruppensitzungen können zu signifikanten Verbesserungen der Lebensqualität bei institutionalisierten Menschen im Alter führen, wobei besonders Gruppensitzungen zur Förderung der sozialen Integration empfohlen werden. Dabei bieten digitale Medien die Möglichkeit, eigenständig eine an kognitive und sensomotorische Fähigkeiten angepasste Biographiearbeit durchzuführen. Digitale Medien und das Einbinden von Ehrenamtlichen können den Personalaufwand in Senioreneinrichtungen bei der Umsetzung von Biographiearbeit verringern und Pflegefachkräfte entlasten. Es fehlen jedoch systematische Studien zu digital gestützter Biographiearbeit mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung von Lebensqualität und Kommunikation (BaSeTaLK) wurde daher untersucht, ob mit einer Tablet-gestützten Biographiearbeit die Lebensqualität von Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen, im Sinne erhöhter sozialer und kommunikativer Teilhabe sowie Depressionsprävention, gesteigert werden kann. Das Projekt, das von der OTH Regensburg und der Katholischen Hochschule Mainz gemeinsam durchgeführt wird, setzt damit am Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen der UN-Nachhaltigkeitsziele an. Unter Einbezug der Zielgruppe wurde eine App entwickelt, mit deren Unterstützung ältere Ehrenamtliche mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen biographisch-orientierte Gespräche führen können. Die Maßnahme wurde im Einzel- und Gruppensetting erfolgreich erprobt. Durch das Erzählen über sich selbst im Austausch mit anderen werden Erinnerungs- und Identitätsprozesse aktiviert, und ein positives Selbstbild wird gefördert, was sich nachweislich auf die Lebensqualität auswirkt.